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Hilfe für Straßenkinder in Kaliningrad
Nachdem in Bad Wildbad die Area 02/29 von der Union Deutscher ZONTA-Clubs beauftragt worden war, das Projekt "ZONTA Tour 2000" zu begleiten, sollte, wie bekannt ist, der Erlös für die Anschaffung eines Behinderten-Busses für ein Behindertenheim in St. Petersburg verwendet werden. Eine große Unsicherheit, die im Hinblick auf die Zollformalitäten nicht ausgeräumt werden konnte, und unüberwindbare Schwierigkeiten bei der Durchführung des Projektes ließen die Umwidmung des Projektes erforderlich erscheinen.
Dank der Unterstützung und Zustimmung fast aller deutschen Clubs konnte rechtzeitig zum Weihnachtsfest 2001 das Projekt "Soziale und medizinische Betreuung der Straßenkinder in Kaliningrad/Königsberg" des Malteser Hilfsdienstes unterstützt und dabei geholfen werden, ein wenig Licht in die dunkle Welt der von allen Verlassenen zu bringen.
Nach der Neuordnung Russlands ist das ehemalige Königsberg zu einer Exklave geworden, die außerhalb des wirtschaftlichen und sozialen Interesses der russischen Führung liegt. Die Folge davon sind Arbeitslosigkeit, Armut und Perspektivlosigkeit. Von diesen Verhältnissen sind vor allem hilf- und wehrlose Kinder betroffen, deren Familien ihnen nicht mehr die Geborgenheit geben können. Hier greift das Projekt des Malteser Hilfsdienstes ein, das langfristig zum Ziel hat, ein Gebäude als Unterkunft für diejenigen Straßenkinder zu erwerben, die bereit sind, von der Straße in ein festes Gebäude überzusiedeln und medizinische und praktische Hilfe und Ausbildung anzunehmen.
In Münster wurde im Auftrag der beteiligten deutschen ZONTA-Clubs der Betrag von insgesamt DM 88.500,00 dem Malteser Hilfsdienst in Anwesenheit von Presse und Rundfunk übergeben. Damit wurde nicht nur eine wichtige soziale Aufgabe erfüllt, sondern gleichzeitig wurde ZONTA überregional in der Öffentlichkeit bekannt gemacht.
Es ist mir ein besonderes Anliegen, allen beteiligten Clubs für ihr Verständnis für die Umwidmung und für die Unterstützung zu danken. Ich bin sicher, dass mit dieser Aktion auch ZONTA International in der Öffentlichkeit ein großer Dienst erwiesen wurde.
Während des Area-Meetings am 20. April 2002 haben Generalmajor a.D. Hans-Joachim Strzebniok (Länderkoordinator Russland) und Herr Lanfer (amtlicher Beauftragter des Malteser Hilfsdienstes Münster) von der Arbeit des Malteser Hilfsdienstes in Kaliningrad berichtet. Zur Zeit haben die Malteser eine Wohnung angemietet, in der warme Mahlzeiten zubereitet werden können. Die Straßenkinder haben in der Zwischenzeit soviel Vertrauen gewonnen, dass sie sich die Mahlzeiten abholen, wo die Helfer mit ihren Versorgungsfahrzeugen in der Stadt halten.
Dr. Karin Lohmann, AD 02/29